*triggerwarnung*

“Dieser Track ist über meine beschissene von genitalistischen Sexismus und dessen sozialen Auswirkungen geprägte Pubertät in den 90s. Magersucht – die einzige Lösung eines stillen Protest gegen die systematische und totale Gewalt gesetzlicher und normativer Zuweisung eines falschen Geschlechts, die 24/7 mein Leben versaute.

Dragkingrolle und der regelmäßige Ausbruch daraus, nie ohne zwischenmenschliche Sanktionen, vom kollektiven Grinsen bis zum körperlichen Angriff, ein Drahtseilakt gegen die totale Vereinnahmung meines Lebens durch gewaltsam durchgesetzte heterosexistische Normen aus Tradition. Auch heute hat sich daran nichts geändert, ungezählt die Morde, Vergwaltigungen, Ausschlüsse und Benachteiligungen wie auch die Zahl derer, die sich deswegen das Leben nimmt, sowohl hier als auch in jeder Stadt jedem Land dieser genitalsexistischen Kotzwelt. Respekt an alle, die täglich wie ich gegen die Windmühlen der Dummheit und der Privilegierten kämpfen! Verbreitung erwünscht” steht bei youtube zu gleich folgendem video.

ich finde das video ziemlich heftig, weil es viele gewaltvolle bilder zeigt, weil die person darüber spricht/singt, dass sie sich selbst gewalt antut, weil das thema anorexie sachen in mir auslöst, weil das thema sexismus und geschlechtszuweisungen ein großes thema in meinem trans*leben ist,…

ich poste das video trotzdem. weil ich es stark und mutig und empowernd finde, dafür worte und bilder zu finden. weil ich es stark und mutig und empowernd finde, die alltäglichen beschissenen erfahrungen in die welt zu brüllen. weil ich es stark und mutig und empowernd finde, den strukturellen diskriminierungsmist zu benennen und öffentlich zu machen. ich ziehe meinen hut (metaphorisch).

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djing

wenn ich auflege, flirte ich. ich wähle songs aus, die sexy sind. und schicke botschaften hinaus auf die tanzfläche. hinaus zu dieser person. hört sie zu? versteht sie die botschaft? weiß sie, dass SIE gemeint ist? wie aufregend!


ein anfang

also, ich mag ja popmusik. ich mag auch rap, elektronische musik, punk, riot grrrl, emocore, rockmusik, klassik, house, techno, und so weiter – ihr seht, es wird abwechslungsreich – aber richtig richtig gut ist popmusik, weil ich da mitsingen kann, weil die melodien so schön einfach sind und gute laune machen und als ohrwurm in der u-bahn gesummt mir oft über den grauen stadtalltag helfen.

momentan höre ich am allerliebsten Aşa. bei youtube gibt es eine tolle playlist wobei einige songs natürlich in deutschland nicht hörbar sind. ich mag Aşa weil ihre musik eine wundervolle mischung aus schnulzigen texten über liebe und gute-laune-texten über das leben an sich sowie texten mit ernsthaften politischen inhalten ist, die sie sowohl in englisch als auch in yoruba singt. mein gute-laune-favorit: why can’t we.


what is this about?

ich liebe musik. hören. auflegen. teilen. mir ist es wichtig, dass ich mit den texten, mit den noten kommuniziere. dass mir der song etwas erzählt. dass ich mit dem song etwas erzählen kann. dass mir andere mit einem song etwas erzählen. und am liebsten ist es mir, wenn das ganze in feministischen zusammenhängen passiert. wenn die songs politisch sind, politisch gelesen und gehört werden können, ich politische aussagen damit machen kann.

es geht um liebe. um diskriminierungserfahrungen. um empowerment. um solidarische_kämpfe. um das große ganze. um das kleine teil. das private ist politisch.

ich möchte auf diesem blog darüber schreiben. über musik, die ich liebe. was mir diese musik mitteilt. was ich über bestimmte songs mitteile. was ich von anderen höre, die ihre musik mit mir teilen.